70. Geburtstag

Am 70. Geburtstag

 

steht der Mensch meist noch mitten im gesellschaftlichen Leben. Jetzt bietet sich die Gelegenheit dem Jubilar/der Jubilarin deutlich zu machen, wie sehr wir sie oder ihn schätzen.

 

Wir sind so froh, dass es dich gibt!

 

Dieser Satz ist das schönste Geschenk, dass wir machen können.

Famose Siebzig 

 

Viele Menschen werden 70,
manchen aber glaubt man’s nicht.
Du gehörst zur zweiten Sorte,
davon handelt dies Gedicht.

 

Kümmerst Dich um Haus und Garten,
tust stets mehr als Deine Pflicht,
dass Du 70 Jahre bist,
glaubt man dir nun wirklich nicht!

 

Bist an allem interessiert,
sei es Sport, sei’s Politik,
du passt nicht zum alten Eisen,
Du bist wahrlich nicht antik!

 

Mag das eine oder andre
Zipperlein Dich auch mal plagen,
Du wirst kaum darüber reden
und noch seltner drüber klagen.

 

Ja, man kommt so gern zu Dir,
weil Dein Ohr stets offen steht,
und fühlt sich danach viel besser,
wenn man wieder heimwärts geht.

 

Du bringst Helligkeit ins Dasein,
bist famos und überdies:
gäb’ es mehr von Deiner Sorte,
wär’ die Welt ein Paradies!

©Renate Eggert-Schwarten

Das folgende Gedicht können Enkel zum 70. Geburtstag ihres Großvaters oder ihrer Großmutter gemeinsam oder Strophe für Strophe im Wechsel aufsagen. (Für die Großmutter bitte in der ersten Strophe „unsre Großmama“ einsetzen und in der letzten „für die allerbeste, liebste Großmama“):

Dem besten Großpapa

 

Du bist jemand ganz besondres,
Du bist unser Großpapa.
Und wenn wir es recht bedenken:
ohne Dich wär’n wir nicht da.

Wir sind Deine Kindeskinder
und wir schätzen das auch sehr.
Es ist ja nicht auszudenken,
wenn’s ein anderes Kind wär!

Hättest dann dies fremde andre
Kind bei Dir auf Deinem Schoß!
Ach, das wäre doch ganz schrecklich!
Und was machten wir dann bloß?

Doch zum Glück bist Du der unsre,
und das stimmt uns wirklich froh!
Bitte bleib uns lang erhalten,
denn wir brauchen Dich doch so!

Und wir möchten Dir heut danken,
nicht für Gut und nicht für Geld,
sondern für den allerbesten,
liebsten Großpapa der Welt!

©Renate Eggert-Schwarten

Wer Freude daran hat, ein wenig Theater zu spielen, kann das nächste Gedicht für eine Kurzaufführung nutzen.

Ein wenig Verkleidung (Krückstock, Glatzenperücke etc.) macht sich gut.

Vor der letzten Zeile am Ende macht man eine extra lange Pause, um dann den letzten Satz völlig unerwartet mit enormer Lautstärke hinauszubrüllen.
Das ist zwar ein Schock fürs Publikum, der löst sich aber nach meiner Erfahrung ganz schnell in schallendem Gelächter auf.

Alter Berliner

 

Biste alt, denn wackeln Zähne,
nich nur die, meist ooch die Beene.
Ausjebeult is jede Vene,
so dat ik mir jern anlehne.

Haare hatte ik mal scheene.
Nu im Alter eher keene.
All dat kost mir keene Träne,
ooch wenn ik et hier erwähne.

Wonach ik mir wirklich sehne,
sind nicht Haare oder Zähne,
sondern -
dat die Leute nich so nuscheln!!!!!!!

©Renate Eggert-Schwarten